Letzte Woche habe ich dir drei Trigger-Punkte gesetzt. Drei klare Schwellen, bei denen ich meine These ändern würde. Einer davon wurde diese Woche ausgelöst.
Gleichzeitig erklärt gefühlt die halbe Finanzwelt den Krieg für beendet. Der S&P steht nahe Allzeithoch, Gold fällt seit drei Monaten, und das Smart Money kauft wieder Risiko-Assets. Der Markt hat entschieden: “Der Iran-Konflikt ist eingepreist, weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen”.
Ich bin mir da nicht so sicher. Und die Daten geben mir Recht…und Unrecht. Gleichzeitig.
Was diese Woche wirklich wichtig war
Waffenruhe verlängert - aber die Blockade bleibt
Am 21. April hat Trump die Waffenruhe verlängert. Ohne Deadline. Klingt erstmal nach Entspannung, oder?
Dann schaut man genauer hin. Die US-Seeblockade iranischer Häfen bleibt bestehen. Iran weigert sich, die Straße von Hormuz zu öffnen, solange die Blockade aktiv ist. Das iranische Parlament nennt die Blockade einen "offensichtlichen Verstoß" gegen die Waffenruhe. Und dann der Paukenschlag: Die iranische Revolutionsgarde hat diese Woche zwei fremde Handelsschiffe gekapert und auf ein drittes geschossen.
Die Reaktion der Märkte? Heftig. Der QQQ verlor 1,50%, der SPY 1,22%. Und der DAX? Der hat in den letzten fünf Handelstagen über 4% verloren. Das ist kein Rauschen, das ist eine Ansage. Wer behauptet, der Krieg hat keinen Einfluss mehr auf die Märkte, muss sich diese Zahlen anschauen.

DAX, QQQ & SPY im Vergleich über die letzten 5 Handelstage
Brent bei $99,45 - mein Trigger wurde ausgelöst
Letzte Woche habe ich geschrieben: Brent nachhaltig über $100 wäre das Eskalations-Signal. Diese Woche hat Brent die $100-Marke touchiert und steht aktuell bei $100.
Aber hier wird es interessant. Die Ursache hat sich verschoben. Das ist kein Kriegs-Aufschlag mehr. Das ist echte physische Knappheit. Die US-Rohöl-Lagerbestände fallen weiter, die Blockade drosselt das Angebot, und gleichzeitig - aber dazu gleich mehr im Makro-Check - verbietet China ab dem 1. Mai den Export von Schwefelsäure, was die globale Kupfer- und damit auch die Rohstoffversorgung weiter belastet.
Der Ölpreis steigt nicht mehr, weil der Markt Angst vor dem Krieg hat. Er steigt, weil das Öl tatsächlich knapp wird. Und genau das macht die Situation gefährlicher.

Ölpreis (BRENT) im 5 Tages Chart mit einem Anstieg von 7,27%
Gold -4,77% in drei Monaten - das eigentliche Signal
Während Öl steigt, fällt Gold. Und zwar deutlich. Minus 4,77% in drei Monaten.
Gold ist der klassische Krisenschutz. Wenn Anleger Risiko fürchten, kaufen sie Gold. Wenn sie es nicht tun, verkaufen sie es. Die Botschaft ist klar: Der Markt preist keinen Krieg mehr ein. Die Safe-Haven-Assets werden systematisch abgebaut.
Das bestätigt was die HY-Spreads letzte Woche schon gesagt haben: Das Smart Money sieht kein systemisches Risiko. Aber es widerspricht dem, was der Ölmarkt gerade erzählt. Irgendjemand liegt falsch.

Preisverfall von Gold seit dem Kriegsbeginn im Iran mit einem Minus von ca. 10%.
Die nächsten Abschnitte bekommen nur PRO-Abonnenten
Im Deep Dive erkläre ich, warum sich der Ölpreis vom Rest des Marktes entkoppelt hat und was die Anleihen-Flows der letzten Wochen über die wahre Positionierung des Smart Money verraten. Spoiler: Es ist weder All-in noch Panik. Es ist etwas dazwischen.
Im Makro-Check geht es um ein chinesisches Exportverbot, das am 1. Mai in Kraft tritt und die globale Kupferversorgung bedroht. Warum Kupfer der Indikator ist, den gerade niemand auf dem Schirm hat - und was das mit der Frage zu tun hat ob die Industrieproduktion wirklich in eine Erholung dreht.
In der Watchlist prüfe ich alle vier Indikatoren mit dem Accountability-Rahmen von letzter Woche. Ein Trigger wurde ausgelöst. Was bedeutet das für meine These?
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