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Persönliche Worte

Diese Woche war mal wieder sehr spannend. Kupfer crasht, Gold fällt obwohl immer noch Krieg herrscht, und der S&P 500 hat seinen schlimmsten Monat seit einem Jahr. Wenn so viele Signale gleichzeitig aufleuchten, lohnt es sich hinzuschauen, und genau das machen wir heute.

Kurzer Hinweis vorweg: Diese Ausgabe ist die letzte, die du in voller Länge kostenlos lesen kannst. Ab voraussichtlich nächster Woche wird der Cashflow Code umfangreicher um einiges umfangreicher. Der wirkliche Deep Dive, mein Sektor-Check, was ich meinen Kunden rate u.v.m. gibt es dann exklusiv für die PRO Version. Doch mehr hierzu am Ende.

Was diese Woche wirklich wichtig war

S&P 500: Schlimmster Monat seit einem Jahr

Der S&P 500 hat im März über 4% verloren und steht rund 7% unter seinem Allzeithoch. Das Besondere hieran: Es ist kein klassischer Tech-Sell-off wie wir ihn kennen, denn der Abverkauf zieht sich breit durch fast alle Sektoren. Steigende Ölpreise, Rezessionsängste und geopolitische Unsicherheit drücken aktuell gleichzeitig auf die Märkte.

S&P 500 ETF Kursverlauf in der Tagesansicht (1 Kerze = 24h) (Stand 26.03.2026)

Dr. Copper warnt vor einer möglichen Rezession

Kupfer wird nicht umsonst "Dr. Copper" genannt. Das Metall steckt in fast allem: Bau, Elektronik, Industrie & der Energieinfrastruktur. Wenn der Kupferpreis fällt, signalisiert das nachlassende wirtschaftliche Aktivität, und genau das passiert gerade. Seit den Höchstständen im Januar ist der Preis um ca. 18–20% gefallen.

Investoren fürchten, dass der Energieschock durch die geschlossene Straße von Hormuz die globale Nachfrage abwürgt. Je länger die Blockade andauert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Rezession, und genau das preist der Kupferpreis gerade ein.

Wer sich das Thema ausführlicher anschauen will: Ich habe dazu diese Woche ein ausführliches Video auf gemacht.

Hier kommst du direkt zum YouTube Video:

Gold fällt trotz Unsicherheiten & Krieg ?

Eigentlich kennt man es, dass Gold in Kriegszeiten steigt. Stattdessen ist der Preis diese Woche auf ca. $4.300 / 3.700€ pro Unze gefallen. Was auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, hat jedoch einen klaren Hintergrund. Wenn Märkte gleichzeitig fallen und Anleger Liquidität brauchen, wird alles verkauft, also somit auch die Goldbestände. Das kennen wir aus 2020, als Gold zu Beginn der Corona-Krise ebenfalls kurz einbrach, bevor es dann wieder massiv stieg. Die Frage ist: Wiederholt sich dieses Muster?

Goldpreis Chart im 4H Chart (Preis in Euro) (Stand 26.03.2026)

Sind klassische Bonds bzw. Anleihen "out"?

Viele Anleger denken bei Anleihen an Sicherheit und stabile Renditen ohne viel Volatilität. Aber nicht alle Anleihen sind gleich, und dieser Unterschied ist in den letzten Jahren enorm geworden.

Ich habe mir mal vier US-Dollar Anleihen-ETFs angeschaut und verglichen. Alle von iShares und über den maximalen Zeitraum seit ca. 2017:

Die Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Wer in den letzten Jahren einfach "Anleihen" gekauft hat, also klassische US-Treasuries mit mittlerer bis langer Laufzeit, hat kaum etwas verdient. Der 7–10-jährige Treasury-ETF steht nach fast 9 Jahren bei gerade mal +0,81%. Das ist in beiden Fällen nach Inflation ein herber realer Verlust.

Der Gewinner? Corporate Bonds mit Zinsabsicherung. Der Interest Rate Hedged ETF hat das Zinsrisiko (durch das gleichzeitige shorten von US-Staatsanleihen) eliminiert und profitiert nur vom Credit Spread, also der Prämie, die Unternehmen gegenüber Staatsanleihen zahlen. Ergebnis: +34% bei deutlich geringerer Schwankung als man vllt. erwarten würde.

Links nach rechts: Interest Rates Hedge ETF, 1-3yr, 3-7yr, 7-10yr Anleihen ETFs

Auch beim Risiko zeigt sich das Bild klar: Die Volatilität ist bei allen vier ETFs seit Auflage ähnlich (15–20%), aber die Rendite-zu-Risiko-Verhältnisse über 3 und 5 Jahre sind beim Corporate Bond Hedged ETF mit 0,80 bzw. 0,73 deutlich besser als bei den Treasuries. Der 7–10yr Treasury hat sogar ein negatives Rendite-zu-Risiko-Verhältnis. Das bedeutet du hast das Risiko getragen, aber keine Rendite dafür bekommen.

Was heißt das? Wer Anleihen im Depot hat, sollte nicht einfach blind Staatsanleihen kaufen, sondern sich genau überlegen, welche Art von Anleihen zum eigenen Depotziel passt. Duration und Zinsrisiko sind dabei die entscheidenden Stellschrauben.

Sektor-Check: Wo fließt aktuell das Geld hin?

Ein Blick auf die S&P 500 Sektoren zeigt die aktuelle Rotation im Markt glasklar:

S&P 500 Sektoren in der Übersicht (Stand 26.03.2026)

Die Zahlen auf 3-Monats-Sicht:

  • Energie: +37,70% - der mit Abstand stärkste Sektor, getrieben durch die explodierende Ölpreise

  • Materialien: +6,62% und Versorger: +5,55% - defensiv und rohstoffnah

  • Finanzen: −11,59% und Konsumgüter: −10,03% - die größten Verlierer

  • Technik: −9,91% - auch das einstige Zugpferd des S&P 500 schwächelt aktuell deutlich

Das ist ein klassisches Bild einer sog. spätzyklischen Rotation. Geld fließt raus aus Wachstum und rein in Substanz und Energie. Wer hier nicht umschichtet, verliert gerade relativ gesehen massiv an Boden.

Was haben die ÖL-CEOs auf der CERAWeek gesagt

Diese Woche fand in Houston die CERAWeek statt, die wichtigste Energiekonferenz der Welt. Was dort gesagt wurde, war bemerkenswert.

Shell-CEO Wael Sawan warnte, dass Europa als nächstes von einer Energieknappheit getroffen wird. TotalEnergies-CEO Pouyanné bezeichnete den aktuellen Ölmarkt als “komplett verzerrt”. Und Chevron-CEO Mike Wirth sagte sinngemäß: Selbst bei Brent-Preisen über $100 sind die physischen Versorgungsengpässe noch nicht voll im Preis drin.

Das muss man sich vorstellen: Die CEOs der größten Ölkonzerne der Welt sagen, dass die Lage schlimmer ist, als der Markt denkt. Die Straße von Hormuz, durch die normalerweise 20% des weltweiten Rohöls und LNG fließen, ist praktisch komplett geschlossen. Die USA haben begonnen, ihre strategischen Ölreserven freizugeben. Brent liegt heute bei ca. $103.

Brent-Öl Preis im 4H Chart (Stand 27.03.2026)

Für Anleger heißt das zusammengefasst: Der Energie-Sektor ist aktuell nicht nur ein kurzfristiger Trade, sondern reflektiert eine klare strukturelle Versorgungskrise, die sich nicht in Wochen lösen lässt. In Kombination mit den Sektordaten von oben wird klar, hier liegt gerade echtes Momentum und damit auch eine echte Chance.

Was mache ich & was rate ich meinen Kunden

Die aktuelle Situation ist im Grunde wie jede Krise der letzten Jahre. Wir haben eine Verschiebung der Schwerpunkte von Big-Tech hin zu Versorgern & Energie. Ich persönlich bin durch mein Depot gut aufgebaut, da meine Energiebranche mit über 20% sehr gut aufgebaut ist.

Meine Branchenaufteilung mit ca. 21% Energie & Rohstoffen (Stand 27.03.2026)

Für die Kundendepots bin ich aktuell dran die Technologie Branche genauer im Auge zu behalten und eher dran, diese bei einer Erholung Teilweise zu verkaufen. Hintergrund ist der, ich vermute in den kommenden Monaten nochmal etwas “unruhigere” Zeiten - was bedeutet, dass die Depots eher Stabilität brauchen.

Denn wir dürfen nicht vergessen: 20% Kursverlust benötigt 25%, um wieder auf Break-Even zu sein.

Gleich vorweg, nein ich glaube nicht das ein großer Crash kommt. Da ich selbst durch meine Arbeit immer mehr dazulerne, sehe ich aktuell größere Chancen den Kunden die Macro Überblicke nahezulegen. Denn mit diesem Ansatz lässt sich in jedem Marktumfeld Geld verdienen. Man muss hierzu aber ergänzen, dass diese Methode nichts für passive Depots ist, da man selbst doch mehr machen muss. Die Personen die selbst nichts aktiv machen möchten, befinden sich dann eher in meiner Vermögensverwaltung.

Was sich ab nächster Woche ändert

Ich habe den Cashflow Code gestartet, weil ich glaube, dass Finanzwissen nicht hinter Paywalls verschwinden sollte, sondern in die Hände von Menschen gehört, die ihre eigenen Entscheidungen treffen wollen.

Ab nächster Woche wächst der Cashflow Code. Der allgemeine Makro-Überblick bleibt weiterhin kostenlos. Die Deep Dives, den Sektor-Check und vor allem den Bereich was ich meinen Kunden rate, gibt es dann exklusiv als Cashflow Code PRO für 9,99€ im Monat.

Warum PRO? Weil die Inhalte, die ich dort teile, direkt aus meiner täglichen Arbeit als Vermögensverwalter kommen. Das ist kein recycelter YouTube-Content, das ist das, was ich meinen Kunden sage.

Wichtiger Hinweis zum Preis

Wer bis zum 31. Mai 2026 abonniert bekommt den Gründerpreis und zahlt dauerhaft nur 9,99€ pro Monat - egal, was danach mit dem Preis passiert. Ab 01. Juni 2026 steigt der Preis automatisch auf die regulären 14,99€ pro Monat.

Ein paar abschließende Worte

Ich möchte mit diesem Newsletter euch so viel Wissen wie möglich an die Hand geben, damit ich das aber nachhaltig machen kann, muss ich es gegen eine monatliche Gebühr machen. Ich habe mich bewusst zu Beginn gegen ein Jahresabo entschieden, da ich euch erstmal überzeugen möchte. Mir ist bewusst, dass aufgrund der vielen E-Mails & Telefonate einige direkt ein Jahresabo machen würden, doch ich möchte euch vorerst vom Mehrwert überzeugen. Für alle, die ohne zu zögern ein Abo machen, vielen Dank im Voraus!

Ich freue mich auf das Projekt Cashflow Code PRO, ich werde dieses Projekt auch stetig weiterentwickeln. Solltest du also Ideen haben wie man hier noch mehr Mehrwert ergänzen kann - antworte einfach auf diese Mail hier! Ich lese alles, wenn ich es zeitlich schaffe antworte ich auch. Vielen Dank auch dafür!

In diesem Sinne wünsche ich ein schönes Wochenende!

Bis nächste Woche,

Christopher

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